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FAQ's /
Fragen und Antworten


In der folgenden Übersicht haben wir Ihnen die am häufigsten gestellten Fragen und deren Antworten zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf das jeweilige Kapitel und die entsprechende Detailfrage, um die Antwort zu lesen.



 

Fragen zur pro aurum Numismatik GmbH

Wer oder was ist pro aurum Numismatik?

Die pro aurum Numismatik GmbH ist ein außerbankliches Handelshaus für Münzen und Medaillen. Neben dem Stammhaus in München ist pro aurum durch Geschäftspartner auch in Berlin, Wien und Zürich vertreten.

Neben direkten Handelsgeschäften im Stammhaus München bietet die pro aurum Numismatik GmbH Ihrer Kundschaft auch über diesen online-shop die Möglichkeit, Münzen und Medaillen käuflich zu erwerben. 

Was beinhaltet das Produktangebot von pro aurum Numismatik?

pro aurum Numismatik bietet Ihnen ein Angebot an numismatischen Münzen und Medaillen, welche Sie über den online–shop oder direkt in unserem Stammhaus in München käuflich erwerben können.
 
Ebenfalls können Sie Ihre Münzen oder Münzsammlungen von unserem Expertenteam begutachten und bewerten lassen. Bei Bedarf kommen wir auch gern zu Ihnen.
 
Auch haben Sie die Möglichkeit, Ihre Münzen an pro aurum Numismatik zu verkaufen.
 
Wir beraten Sie gern beim Anlegen und beim Aufbau einer Münzsammlung und vertreten Sie auf Auktionen, wo wir für Sie numismatische Raritäten kaufen oder verkaufen.
 

Fragen zu "Meine Numismatik"

Welche Vorteile habe ich durch eine Registrierung in "Meine Numismatik"?

Die einmalige, natürlich kostenfreie Anmeldung soll Ihnen den Einkauf in unserem Onlineshop erleichtern. So werden Ihre Daten, wie Ihre Anschrift und die ggf. abweichende Lieferadresse, bei jedem Einkauf automatisch übernommen. 

Eine einfache Selbstverwaltung Ihrer Stammdaten, der Überblick über all Ihre Transaktionen & Aktivitäten und eine Merkzettel - Funktion sind weitere Vorteile von "Meine Numismatik".

 
 

Wie registriere ich mich für "Meine Numismatik"?

Klicken Sie oben rechts auf den Button "Registrieren".

Wählen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort und übermitteln Sie uns zusätzlich eine eMail-Adresse. Diese benötigen wir für eine Rückmeldung an Sie.
 
Nach dem Ausfüllen des Registrierungsformulars erhalten Sie von uns einen Bestätigungslink. Nach Bestätigung durch Sie ist Ihr Account bei uns aktiv und Sie haben Zugriff auf alle Vorteile von "Meine Numismatik".

Kostenlos und komfortabel!

Ich möchte meine Zugangadaten ändern - Wie geht das?

Um Ihre Zugangsdaten zu ändern loggen Sie sich mit Ihren aktuellen Zugangsdaten in "Meine Numismatik" ein und klicken auf die Rubrik "Stammdaten".

Im Register "Login-Daten" können Sie bequem und komfotabel Ihr Passwort oder Ihren Benutzernamen ändern.

Passwort vergessen - Was tun?

Sie können umgehend  Ihr neues Passwort online anfordern.

Gehen Sie hierzu auf die Login-Seite und klicken Sie unterhalb der Eingabemaske auf den Button "Passwort vergessen?". Per eMail erhalten Sie umgehend Nachricht von unserem Support-Team.

Fragen zur Nutzung des Portals

Mein erster online-Kauf bei pro aurum Numismatik - Wie funktioniert das?

Das geht genauso einfach und komfortabel, wie Sie es von anderen online-shops gewohnt sind. Klicken Sie in unseren shop, legen Sie die gewünschten Produkte in Ihren Warenkorb und folgen Sie unserem einfachen Bestellsystem.

Sollten Sie noch nicht bei uns registriert sein, können Sie dies am Ende des Bestellvorgangs nachholen. Wir wünschen viel Vergnügen!

Jugendliche unter 18 Jahren können sich registrieren lassen und einen Merkzettel anlegen aber keinen Kauf tätigen.

Hat der online-shop bestimmte Öffnungszeiten oder kann ich jederzeit bestellen?

Der online-shop ist 7 Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet.

Die zum Zeitpunkt des Einkaufs eingeblendeten Preise sind verbindlich.

Fragen zur Datensicherheit und zum Datenschutz

Wie sorgt pro aurum Numismatik für die Sicherheit meiner Daten bei der Übertragung über das Internet?

Für die Sicherheit Ihrer Daten ist bei der Übertragung gesorgt. Dafür stehen wir mit unserem Namen.

Wir gewährleisten eine sichere Datenübertragung durch den Einsatz des Secure Sockets Layer (kurz SSL) Protokolls. Mit SSL werden Ihre persönlichen Informationen, die Sie auf unserer Website eingeben, verschlüsselt und können somit ausschließlich von uns gelesen werden.

Das SSL Verschlüsselungsprotokoll ist als der Marktstandard für Datenübertragungen im Internet etabliert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Unsere Datenschutzerklärungen im vollen Wortlaut finden Sie unter "Datenschutzerklärung" in der Fußzeile unseres Webauftrittes.
 


 

Was passiert mit den Daten, die ich bei pro aurum Numismatik angegeben habe?

Bestimmte Informationen müssen wir zur Abwicklung des Geschäfts speichern.
Wir behandeln alle Angaben vertraulich und mit absoluter Sorgfalt. Eine Weitergabe der Daten oder ein Zugriff durch Unbefugte ist ausgeschlossen.
Ihre Daten werden nur hausintern gespeichert.

Alle unsere Mitarbeiter unterliegen dem Bankgeheimnis und haben sich uns gegenüber schriftlich verpflichtet, diese Informationen ausschließlich zum Zweck der Bearbeitung im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit mit pro aurum Numismatik zu verwenden.

Fragen zum Versand

Wie hoch sind die Liefer- und Abholkosten?

Wenn Sie sich gekaufte Ware von uns liefern lassen, betragen die Lieferkosten 19,00 Euro. Diese entfallen natürlich bei Selbstabholung in unserem Stammhaus München.
Die Lieferkosten werden Ihnen im Bestellvorgang und auf der Abrechnung angezeigt.

Die Abholung von Ware zum Bewerten wird mit 29,00 Euro berechnet.
 
 

Meine Ware ist noch nicht angekommen - Was tun?

In Ausnahmefällen (z.B. bei schlechten Straßenverhältnissen aufgrund von starkem Schneefall) kann es gelegentlich zu Lieferverzögerungen kommen. Sollte dies der Fall sein, verständigen Sie uns bitte umgehend, damit wir uns um den Verbleib Ihrer Lieferung kümmern können.

Wir setzen uns mit unserem Logistikpartner in Verbindung und klären den Sachverhalt für Sie. Im Anschluss sprechen unsere Partner mit Ihnen einen neuen Liefertermin ab.

Kontaktieren Sie uns hierzu per eMail oder rufen Sie uns an:

Telefon:   089. 444 584-130
eMail:       service@proaurum-numismatik.de

Was passiert, wenn ich bei der Lieferung nicht zu Hause bin?

pro aurum Numismatik hat den mit Ihnen vereinbarten Liefertermin mit unserem Logistikpartner fest abgesprochen. Sollten Sie dennoch zum Zeitpunkt der Zustellung nicht an der von Ihnen angegeben Adresse sein, hinterlässt Ihnen unser Logistikpartner eine Benachrichtigung im Briefkasten.

Bitte stimmen Sie in diesem Fall einen neuen Termin direkt mit dem Logistikpartner ab. Wir bitten um Verständnis, dass die eventuell dadurch entstehenden Kosten direkt zu Ihren Lasten gehen. Vielen Dank.

Was ist zu tun, wenn die Abrechnung nicht mit dem Inhalt der Sendung übereinstimmt?

Vor Versand unternimmt pro aurum Numismatik mehrere qualifizierte Sicherheitsprüfungen.
Sollte es trotz aller Plausibilitätsprüfungen zu Unstimmigkeiten kommen, informieren Sie uns bitte unverzüglich telefonisch:

Telefon:  089.444 584-130

Fragen zu Reinigung und Aufbewahrung von Münzen

Darf ich meine Münzen reinigen?

Nachweislich werden bei der Reinigung der Münzen die meisten Fehler gemacht. Unsachgemäße Behandlung führt mit Sicherheit zum Wertverlust, wenn nicht sogar zur Zerstörung der Münze aus numismatischer Sicht. So spricht man bei gereinigten Münzen nicht selten von überreinigten Münzen, für die der wahre Numismatiker kein Interesse hegt.
Die Werthaltigkeit bei einigen Münzen wird erst durch die klassische Patina untermauert. Belassen Sie sie daher und zerstören Sie diese nicht.
                   
Wir von proaurum Numismatik empfehlen: Unterlassen Sie jedwede Art der
Reinigung Ihrer numismatischen Schätze!

Wie bewahre ich meine Münzen auf?

Schwerpunkt bei der Aufbewahrung der Münzen ist der Schutz gegen schädliche Einflüsse und damit die Erhaltung der Münzen. Mittlerweile haben sich Münzkapseln und Münzboxensysteme gegen die althergebrachten Münzalben durchgesetzt, da diese optimalen Schutz in repräsentativster Form bieten.
Viel wichtiger: es kommt es nicht mehr zu chemischen Reaktionen, die zur
Oxidation der Münzen in den Alben geführt haben.

Erläuterungen zu Erhaltungsgraden

Hier haben wir für Sie die gängigsten Erhaltungsgrade zusammengestellt.

EA  Erstabschlag

Die ersten 50 bis 200 Münzen, die mit neuen Prägestempeln hergestellt werden, werden mit dem Zusatz „Erstabschlag“ gekennzeichnet. Sie zeichnen sich durch einen hohen Glanz und scharfe Konturen in den Reliefpartien aus.


PP  polierte Platte

Eigentlich keine Erhaltung, sondern ein Herstellungsverfahren. Diese Münzen werden aus polierten Münzrohlingen mit speziell polierten Stempeln mehrfach geprägt. Häufig erscheint die Fläche reflektierend, das Motiv hingegen matt. Einige neuzeitliche Münzen mit dem englischen Zusatz „proof like“ (PP ähnelnd) sind über die gesamte Oberfläche spiegelglatt.


st  Stempelglanz

Münzen ohne sichtbare Fehler erhalten den Erhaltungsgrad „Stempelglanz“. In der Praxis gibt es fast keine Münzen, die diesen Erhaltungszustand tatsächlich aufweisen, auch wenn diese so angeboten werden. Meist haben diese Münzen die Qualität prägefrisch, auch wenn sie sich ein wenig von der Qualität prägefrischer Münzen absetzen.


unz  unzirkuliert

Diesem Erhaltungsgrad entsprechen Münzen aus meist vollautomatischer Produktion, die noch nie im Umlauf waren. Aufgrund der Produktionsprozesse können Münzen dieses Erhaltungsgrades eine Vielzahl von Fehlern aufweisen. Kleinere und größere Kratzer, sogar Dellen sind möglich, da die Münzen stellenweise in Containern aufgefangen werden. Auch können Mattierungen auf den Flächen auftreten, da die Prägestempel mit der Zeit verschleißen und der Wechsel dieser verspätet erfolgte.


vz-st  vorzüglich-Stempelglanz
vz+    vorzüglich+

Dieser Erhaltungsgrad wird Münzen zwischen vorzüglicher Erhaltung und dem Erhaltungsgrad „Stempelglanz“ zugeordnet, wobei die Tendenz zur vorzüglichen Erhaltung überwiegt.
Qualitativ heben sich diese Münzen vom Durchschnitt der vorzüglichen Münzen ab.


vz  vorzüglich

Vorzügliche Münzen waren nur kurz im Umlauf. Der Prägeglanz ist nur noch in vertieften Stellen vorhanden und bei älteren Münzen stellenweise ganz verschwunden. Es sind kleine Kratzer und minimale Abnutzungsspuren auf erhöhten Stellen vorhanden, aber sämtliche Prägedetails sind noch klar zu ersehen.


f.vz  fast vorzüglich

Dieser Erhaltungsgrad wird Münzen sehr schöner Erhaltung zugeordnet, die eine Tendenz zur vorzüglichen Erhaltung aufweisen.


ss-vz  sehr schön-vorzüglich
ss+     sehr schön+

Dieser Erhaltungsgrad wird Münzen zwischen sehr schöner und vorzüglicher Erhaltung zugeordnet, wobei die Tendenz zu „sehr schön“ überwiegt.
Qualitativ heben sich diese Münzen vom Durchschnitt der sehr schönen Münzen ab.


ss  sehr schön

Bei diesen Münzen sind die Umlaufspuren deutlich erkennbar. Die feineren Details sind teilweise abgenutzt, doch sind die mittleren Details noch klar sichtbar. Diese Münzen sollten dennoch keine groben Schäden aufweisen.


f.ss  fast sehr schön

Dieser Erhaltungsgrad wird Münzen zwischen schöner und sehr schöner Erhaltung zugeordnet, wobei die Tendenz zum Erhaltungsgrad „sehr schön“ überwiegt.


s-ss  schön-sehr schön

Dieser Erhaltungsgrad wird Münzen zwischen schöner und sehr schöner Erhaltung zugeordnet, wobei die Tendenz zum erstgenannten Erhaltungsgrad überwiegt.


s  schön

Durch einen langen Umlauf sind die Details solcher Münzen verschwunden. Das Münzbild erscheint stumpf. Die Konturen und Inschriften sind allerdings noch vollständig erhalten.

Erläuterungen zu numismatischen Fachbegriffen

Teil I / Anfangsbuchstaben A-B-C-D-E-F

Augustalis
Der Augustalis ist eine Goldmünze Kaiser Friedrichs des Zweiten, welche er seit 1231 als König von Sizilien in Brindisi und Messina prägen ließ.

 
Aureus
Der Aureus ist eine 8,19g schwere römische Goldmünze, die über die gesamte römisch beeinflusste Welt verbreitet war und einen hohen Wert hatte.

 
Avers
Die bei der Prägung dem Unterstempel zugewandte Seite wird als „avers“ (nach vorn / Vorderseite) bezeichnet. Da dies im Nachhinein nicht immer eindeutig zu klären ist, hat sich mittlerweile die Meinung manifestiert, dass die Symbole der Münzhoheit ausschlaggebend für die Bestimmung von Vorder- und Rückseite seien. So gelten die Seiten mit bspw. Porträts, Monogrammen oder Wappen als Vorderseite. In der EU wird bei den EURO–Münzen die einheitliche Wertseite mit dem  Währungssymbol als Vorderseite bezeichnet.


Bruttogewicht
Die Gesamtmasse einschließlich der nichtedlen Metalle heißt Bruttogewicht oder auch Raugewicht.


Bullion–Münzen
Bullion–Münzen sind Edelmetallmünzen, die in hohen Stückzahlen in Spekulation auf den Metallwert als Geldanlageobjekt geprägt werden.


Crown
Der Crown ist eine britische Münze im Wert von 5 Schilling bzw. einem Viertel Pfund. 1526 wurde die Münze erstmals unter Heinrich VIII. als Goldmünze, später unter Eduart VI. auch als Silbermünze geprägt.

 
Dareikos
Der Dareikos ist eine altpersische Königsmünze aus Gold, mit einem Gewicht von etwa 8,35g. In den ersten Jahren der Prägung um 515 v.Chr. hatte der Dareikos ein Gewicht von 8,05g.


Dinar (auch Denar oder Denarius)
Dinar ist der Name verschiedener Währungen meist arabischer Länder. Der Name leitet sich von Denarius, einer römischen Münze, ab. Der Denar war die Hauptsilbermünze Roms im 2ten bis in das dritte Jahrhundert.


Dublone
Die Dublone ist eine spanische Goldmünze im Wert von 2 Escudos, die von 1537 bis 1833 mit einem Gewicht von 6,77g geprägt wurde. Der Louis d’or in Frankreich, der Friedrich d’or in Preussen und die Schweizer Dublone richteten sich nach ihr.


Dukat
Der Dukat ist eine Goldmünze, die erstmals 1284 in Venedig geprägt wurde und in ganz Europa verbreitet war. Er besitzt einen Feingehalt von 986/1.000 und wiegt etwa 3,5g.

 
Eagle
Eagle („Adler“) wird eine amerikanische Goldmünze mit einem Nennwert von 10 US Dollar genannt. Der „American Eagle“ wurde von 1795 bis 1933 als offizielles Zahlungsmittel geprägt und hat bei einem Gewicht von 17,5g ein Feingehalt von 16,05g.
 

Ecu d’or
Der Ecu d’or ist Frankreichs älteste Goldmünze. Der Name leitet sich aus dem auf der Münze abgebildetem Wappenschild ab.
 

Ephraimiten
„Von außen schön, von innen schlimm; von außen Friedrich, von innen Ephraim.“ Ephraimiten wurden die seit 1756 von Preußen geprägten minderwertigen Münzen des Siebenjährigen Krieges genannt. Sie spiegelten in der Prägung dem Edelmetallgehalt nach eine vollwertige Kurantmünze vor; der Feingehalt entsprach dem aber nicht. „Namensgeber“ ist der Berliner Bankier und Münzpächter Ephraim, der durch diese Prägungen und dem daraus resultierenden Gewinn zum Teil die Kriegskosten Friedrich des Großen finanzierte. Nachdem der Schwindel aufgeflogen war, wurden diese Münzen abgewertet.


Feingehalt
Der Feingehalt ist der Masse–Gehalt des höherwertigen Metalls in einer Legierung. Er wird in Promille, also im Verhältnis zu 1000 Teilen des Gesamtgewichts angegeben.


Feingewicht
Als Feingewicht bezeichnet man die Masse des in einer Legierung enthaltenen Edelmetalls. In der Numismatik wird es üblicherweise in Gramm angegeben. Die Gesamtmasse einschließlich der nichtedlen Metalle heißt Bruttogewicht oder auch Raugewicht. Das Verhältnis von dem Fein- zum Bruttogewicht nennt man Feingehalt.


Florin
Der Florin ist eine im 11ten Jahrhundert in Florenz geprägte Goldmünze mit einem Gewicht von ca. 3,65g und der Größe eines Dukaten. Ähnliche Münzen wurden bald auch in Frankreich geprägt. Später entstanden hieraus sowohl der Goldgulden des Mittelalters, als auch der Gulden der neueren Zeit.

 
Friedrich d’or
Der Friedrich d’or ist eine preußische Goldmünze die mit einem Nominal von 5 Reichstalern zwischen 1741 und 1855 genutzt wurde. Er bestand aus 21-karätigem Gold und hatte ein Feingewicht von ca. 6,032g.

Teil II / Anfangsbuchstaben G-H-I-J-K-L-M

Goldmark
Die Goldmark war die Währung des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1918. Die Bezeichnung Goldmark bezieht sich zum Einen auf die Währung als solches und zum Anderen auf die Goldmünzen dieser Zeit. Die Mark war eine goldgedeckte Währung. Die höchsten Münzwerte 10 und 20 Mark wurden auch in Gold geprägt. Dass zeitweise geprägte goldene 5 Mark–Stück hatte sich aufgrund seiner geringen Abmaße nicht bewährt.


Goldvreneli
Das Goldvreneli ist die bekannteste Goldmünze der Schweiz. Die 20 Franken-Münze wurde von 1897 bis 1949 geprägt. Die beiden weiteren Nennwerte sind 10 und 100 Franken, welche von 1911 bis 1913, bzw. in 1925 geprägt wurden.  Die Münze ist Nachfolgerin der von 1883 bis 1996 geprägten Helvetia–Goldmünze.


Guinee
Die Guinee war eine britische Goldmünze, die seit 1663 als erste Goldmünze maschinell hergestellt wurde. Ursprünglich betrug ihr Nennwert 20 Schilling, also einem Pfund Sterling. Der Wert der Guineas stieg auf bis zu 27 Schilling, da dieser vom Verhältnis von Silber zu Gold abhing.

 

Gulden
„Goldmünze“ Der Gulden ist eine historische Goldmünze und Währungseinheit mehrerer europäischer Staaten. Er wurde ursprünglich in Gold, ab dem 16ten Jahrhundert auch in Silber geprägt.

Henkelspuren
Nachweisliche Druckstellen oder Beschädigungen durch Einfassungen oder Rückstände von Lötspuren an Münzen und Medaillen, die bspw. an Ketten als Schmuck getragen wurden, nennt man Henkelspuren.

 
Justierung
Ab bestimmten Zeitpunkten mussten Münzen ein klar definiertes Gewicht aufweisen. Gerade im Mittelalter, aber auch noch bis in die Neuzeit hinein, wurden Münzrohlinge (Schrötlinge) notfalls mit der Feile noch vor dem eigentlichen Prägevorgang auf Gewicht gebracht.

Karat
Feingold wurde früher oft in Karat angegeben. Die bisher reinste Form des Goldes wird mit 24 Karat angegeben. Dies entspricht 999,9 Teilen Gold auf 1.000 Teile im entsprechenden Metall (99,99%). 
 

- 999er Gold entspricht 24 Karat
- 900er Gold entspricht 21,6 Karat
- 750er Gold entspricht 18 Karat
- 585er Gold entspricht 14,04 Karat
- 583,33er Gold entspricht 14 Karat
- 375er Gold entspricht 9 Karat
- 333er Gold entspricht 8 Karat
  
Der Feingehalt des Krügerrands beträgt bspw. 916,67/1.000. Dies entspricht 22 Karat. Der Feingehalt des Wiener Philharmonikers beträgt 999,9/1.000.

Kontaktstellen
Sichtbare Einkerbungen auf der Oberfläche der Münze, die durch den normalen Umlauf oder schon bei der Herstellung entstanden sein können, nennt man Kontaktstellen.
Oftmals wurden Münzen nach dem Prägevorgang in Behältnissen aufgefangen, wo diese aufeinanderschlugen.  

Krugerrand
Der Krugerrand ist eine südafrikanische Münze, die nach dem Politiker Paul Kruger und dem Zahlungsmittel Rand benannt wurde. Auch wenn er nicht als Bargeld genutzt wird, ist er gesetzliches Zahlungsmittel. Die Münze trägt keinen Nennwert. Der Wert wird werktags in Anlehnung an den jeweiligen Goldpreis immer wieder neu festgelegt.
 

Kurantmünze
Die Kurantmünze ist eine kursierende Münze, deren Wert durch das Metall aus dem diese besteht gedeckt ist; was wiederum heißt, dass der Kurswert der Münze annähernd dem Metallwert entspricht.


Kursmünze
Eine Kursmünze ist eine Münze, die für den Zahlungsverkehr geprägt wird. Sie ist gesetzliche Zahlungsmittel in dem jeweils ausgebenden Land und lautet auf die jeweilige Landeswährung. Der Nennwert wird vom Herausgeber garantiert, auch wenn es sich um Scheidemünzen handelt.
 

Kurswert
Der Kurswert ist der Wert, zu dem ein Zahlungsmittel tatsächlich akzeptiert wird. Bis heute spielen Münzen eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr. Ihr Kurswert wird einerseits durch den Markt, andererseits aber auch durch Gesetzgebungen geregelt.


Louis d’or
„Ludwig aus Gold“ Der Louis d’or ist eine französische Goldmünze, die unter Ludwig XIII. 1640 eingeführt wurde. Sie wurde aus 22- karätigem Gold geprägt und wiegt 6,7g.


Medaillen
Medaillen sind Gedenk- oder Schauprägungen, die zu besonderen Gelegenheiten, auch zu Auszeichnungszwecken geprägt wurden und werden. Die Prägung von Medaillen ist im Gegensatz zu Münzen jedermann gestattet. Medaillen sind kein Zahlungsmittel. Aus numismatischer Sicht gibt es jedoch etliche Prachtstücke, die es zu sammeln lohnt.

Münzfuß
Der Münzfuß legt fest, welche Menge eines Edelmetalls in welcher Menge Münzen eines bestimmten Nennwerts enthalten sein soll. Im deutschen Münzgesetz wurde bspw. 1924 festgelegt, dass aus einem Kilogramm Gold 139,5  20 Mark Stücken oder 279  10 Mark Stücken in einem Mischungsverhältnis von 900 Teilen Gold zu 100 Teilen Kupfer zu prägen waren.


Münzverruf
Meist an öffentlichen Plätzen angeschlagen oder als Flugblatt verteilt, wurde in Papierform, stellenweise mit Abbildungen, die Aberkennung, die Abwertung, seltener die Aufwertung von bestimmten Münzsorten bekanntgegeben.

Teil III / Anfangsbuchstaben N-O-P-Q-R-S-T-U-V-W-X-Y-Z

Nennwert
siehe Nominalwert
   

Nominalwert
Der Nominal- oder Nennwert einer Münze gibt an, welchen gesetzlichen Wert ein Zahlungsmittel hat. In den meisten Fällen ist er auf dem jeweiligen Zahlungsmittel aufgedruckt oder eingestanzt. Es gibt allerdings auch Münzen ohne aufgeprägten Nennwert, wo dieser aber gewohnheitsgemäß bekannt ist (z.B. einige neuzeitliche Dukaten).

 
Österreichische Krone
Die so genannte Österreichische Krone (offiziell nur Krone) war die Goldwährung Österreich–Ungarns. Durch sie wurde 1892 der bisher gültige Gulden als Standartwährung abgelöst. Die Goldmünzen 10-, 20- und 100 Kronen wurden als Goldkronen bezeichnet.
 

Prägung
Als Prägung bezeichnet man den Herstellungsprozess von Münzen. Dieser basiert seit 2000 Jahren auf dem gleichen Prinzip. Man gravierte zunächst einen Unterstempel. Dieser Unterstempel wurde in einen Amboss eingelassen. Man legte ein Stück Metall aus der gewünschten Metallart oder –Legierung auf den Unterstempel. Mit einem Meißel, indem ebenfalls ein Motiv eingraviert war, schlug man das Metallstück in den Unterstempel hinein. Die manuelle Prägung wurde im 15ten Jahrhundert durch den Einsatz der ersten Prägeapparate abgelöst.   

 
Pistole
Die Pistole (spanisch: Stückchen) war eine spanische Münze aus amerikanischem Gold, die seit ca. 1550 als doppelte Goldkrone geprägt wurde. Frankreich und Genua führten die Pistole um 1640 ein.

Randfehler
Sofort sichtbare Einkerbungen oder grobe "Verletzungen" am Rand einer Münze, die durch den normalen Umlauf oder durch Materialprüfungen entstanden sein können, werden Randfehler genannt. 


Raugewicht
Die Gesamtmasse einschließlich der nichtedlen Metalle heißt Bruttogewicht oder auch Raugewicht.


Revers
Die bei der Prägung dem Oberstempel zugewandte Seite wird als „revers“ (nach hinten / Rückseite) bezeichnet. Da dies im Nachhinein nicht immer eindeutig zu klären ist, hat sich mittlerweile die Meinung manifestiert, dass die Symbole der Münzhoheit ausschlaggebend für die Bestimmung von Vorder- und Rückseite seien. So gelten die Seiten mit bspw. Porträts, Monogrammen oder Wappen als Vorderseite. In der EU wird bei den EURO-Münzen die einheitliche Wertseite mit dem Währungssymbol als Vorderseite bezeichnet.
 

Scheidemünzen
Als Scheidemünzen werden Münzen bezeichnet, deren Metallwert geringer ausfällt als Ihr gesetzlicher Wert. In Deutschland bspw. sind alle ab 1915 geprägten Münzen (ausschließlich der Goldmark und der 100- und 200 EURO-Goldmünzen) Scheidemünzen. Abgesehen davon, dass die vorrätigen Edelmetallmengen nie ausgereicht haben, um den Bedarf an Münzen abzudecken, wären bspw. 1 Cent Stücken als Kurantmünze viel zu klein, um sie im täglichen Zahlungsverkehr nutzen zu können.

Solidus
Der Solidus (auch Aureus Solidus: der solide Aureus), eine Goldmünze, ist der Nachfolger des Aureus, der um 310 durch Kaiser Konstantin dem Großen im römischen Reich eingeführt wurde, da der Aureus durch Verfall des Feingehaltes an Wert und Ansehen verloren hatte.

 
Sovereign
Der Sovereign ist eine englische Goldmünze, die unter Heinrich VII. erstmals 1489 geprägt wurde. Er wurde aus so genanntem Crown-Gold mit einem Feingehalt von 916,66/1.000 geprägt. Durch die verschiedenen Legierungen haben die Münzen einen eher gelben oder einen eher roten Farbton.

 
Stater
Heißt soviel wie „derjenige, der wiegt“: deutet auf die genormten Gewichte hin. Stater ist der Name verschiedener Geldstücke der Antike und gilt als wichtigste griechische Münze.
 

Stempel
Bei der Münzprägung wirken die Prägestempel von Vorder- und Rückseite auf ein Metallstück ein. In die Stempel sind die jeweiligen Motive der herzustellenden Münze als Negativ eingraviert. 

 
Tscherwonez
Der Tscherwonez ist eine russische Goldmünze, die 1923 erstmals geprägt wurde. Ihr Raugewicht beträgt bei einem Feingehalt von 900/1.000 8,6g. Ihr Wert entsprach 10 Rubel.
  

Valvationstabelle
Valvationstabellen waren gesetzlich verbindliche Münzwertvergleichstabellen um z.B. ausländische oder nicht nach Reichsmünzfuß geprägte Kurantmünzen anderer Münzherren mit der jeweiligen Landeswährung vergleichen zu können. Diese Tabellen waren bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts in Gebrauch und aufgrund der zahllosen in Europa kursierenden Münztypen und Währungen ein wichtiges und erleichterndes Instrument für den Handel.


Yen
Der Yen („runder Gegenstand“) wurde 1871 unter Meiji nach europäischem Vorbild als Währung eingeführt. Der Wert des Yen wurde gesetzlich auf 26,956g Feinsilber festgelegt, was auch heute noch Gültigkeit hat.