• Panda-Münzen: Der „Emerging Market“ der Numismatik

    Jedes Jahr im Herbst spielt sich in einer gigantischen Messehalle im Herzen von Peking ein kurioses Schauspiel ab: Mit Laser, Dampf und dramatischer Musik wird der jeweils neueste Jahrgang der China Panda Münzen präsentiert – und die Münzenmesse wirkt aus der Ferne eher wie ein Popkonzert. Doch ein Blick auf die Messe macht deutlich, dass die Chinesen im Panda-Fieber sind: zuletzt haben gleich mehrere Geschäftsbanken die Panda-Produkte in einen Sparplan aufgenommen, mit denen die arbeitende Bevölkerung ganz bequem ihr Vermögen mithilfe von Gold-Pandas aufbauen kann.

    Als der Panda im Jahr 1982 das Licht der Welt erblickte, steckte das moderne Edelmetall-Investment noch in den Kinderschuhen. Zwar hatte Südafrika bereits 1967 mit dem Krügerrand eine genormte Anlageprägung hergestellt, doch weil es damals noch keine spezialisierten Edelmetallhändler gab und Gold lediglich mit aufwändigen Bestellvorgängen bei der Hausbank zu bekommen war, setzte kaum jemand auf Gold. In China schlug der Panda in Gold allerdings ein wie eine Bombe, die Erstauflage war in Rekordzeit ausverkauft. Und auch im Ausland wurden viele Investoren und Sammler auf die prächtig gestalteten Tiermotive aufmerksam, sodass die Nachfrage die verfügbare Menge deutlich übertraf.

    Der Panda aus China nimmt in der Welt der Edelmetalle eine Sonderstellung ein: Obwohl es sich dabei um ein Anlageprodukt handelt, haben viele Jahrgänge und Gewichtseinheiten massive Preissteigerungen oberhalb des reinen Metallpreises entwickelt. Denn aufgrund der wechselnden Nachfrage schwanken die Auflagezahlen massiv, begehrt sind insbesondere die Pandas zwischen 1995 und 2005. Hier haben einzelne Stücke bei Auktionen Preise von bis zu 10.000 Euro und mehr erreicht. Und viele Marktbeobachter glauben, dass noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, denn die erstarkende Mittelschicht in China sucht nach neuen Investmentmöglichkeiten.

    Besonders spannend ist das Gebiet der Panda Münzen für Sammler, weil es durchaus kompliziert ist, zurückliegende Jahrgänge auf dem Markt zu bekommen. Die meisten Pandas verschwinden in den Sammlungen von wohlhabenden chinesischen Anlegern und Edelmetallhändler haben üblicherweise nur den aktuellen Jahrgang auf Lager. Aus diesem Grund ist das reichhaltige Numismatik-Sortiment von pro aurum für spezialisierte Panda-Sammler besonders interessant, denn die Numismatik-Abteilung kann diverse seltene Panda-Jahrgänge zu attraktiven Preisen anbieten.

    Panda-Münzen sind insbesondere deshalb die Gestaltung der Münzen jedes Jahr aufs Neue angepasst wurde. Und seit 1982 hat die China Gold Coin Incorporation zahlreiche neue Prägetechniken sowie Gestaltungsdiele ausprobiert, sodass eine komplette China Panda Münzen Serie auch als ein faszinierender Spiegel der Prägekunst dienen kann. Seit dem Jahr 2019 verfolgt China eine neue Bildsprache auf den Panda-Münzen – nach den naturgetreuen Darstellungen der vergangenen Jahre bekommen künftig verstärkt Nachwuchsgraveure die Chance, alternative Gestaltungen des legendären Motivs auszuprobieren.

  • Panda-Goldmünzen: Ein Sammelgebiet mit Renditepotenzial

    1,6 Millionen Euro für eine einzige Münze – ein solches Auktionsergebnis ist sogar in der Welt seltenen Sammlerstücke eine Sensation. Im Jahr 2011 wechselte eine Panda-Münze für diesen Preis den Besitzer. Und der Rekordpreis hat gute Gründe: Die Goldmünze mit einem Nennwert von 10.000 Yuan bringt ein Gewicht von fünf Kilogramm auf die Waage, nur elf Exemplare sollen von dem XXL-Panda im Jahr 1991 anlässlich des 10. Jahrestages der Panda-Münzen-Serie geprägt worden sein.

    Während in Asien seit einigen Jahren spezialisierte „Master Set“-Sammler mit einem Millionenbudget versuchen, ihre China-Münzen-Sammlung zu vervollständigen, sind die Spitzenstücke dieses Sammelgebietes für Normalsterbeliche unerreichbar. Allerdings gibt es in der Welt der Panda-Münzen viele erschwingliche Alternativen – auch in Gold. Die Preise haben jedoch in den vergangenen Jahren massiv angezogen, der Markt ist so gut wie leergefegt und Panda-Sammler müssen auf der Suche nach fehlenden Stücken geduldig sein.

    Eigentlich wurde der China Panda im Jahr 1982 als Investmentprodukt entwickelt und wird bis heute von den chinesischen Münzprägestätten als Bullion-Münze hergestellt. Allerdings hat sich der Panda in der Zwischenzeit zu einem gesuchten Sammlerstück entwickelt, nicht zuletzt wegen der stark schwankenden Auflagen. Zwischen 1982 und 2018 schwankte das Interesse an Goldmünzen stark, entsprechend passte die China Gold Coin Incorporation ihr Prägevolumen ständig der Nachfrage an. Die Folge: Vor allem solche Jahrgänge, die in Zeiten niedriger Nachfrage in geringer Auflage geprägt wurden, erreichen heute Spitzenwerte.

    Der Einstieg in die faszinierende Welt der Panda-Goldmünzen ist allerdings nicht kompliziert: Bereits ab einem Budget von etwa 1.300 Euro können Sammler zurückliegende Jahrgänge der Panda-Münzen erstehen, beispielsweise die Jahrgänge 1988, 1989 und 2005. Auch der Jahrgang 1992 zählt zu diesen Einstiegsjahrgängen, obwohl seine Auflage bei nur knapp 40.000 Stück liegt. Der Jahrgang 2005 wurde nur etwa 50.000 mal geprägt. Pandas im gehobenen Preissegment wurden noch seltener geprägt, beispielsweise der Jahrgang 1998 mit nur 20.000 Stück. Und da viele Pandas in der Zwischenzeit eingeschmolzen wurden, kann die tatsächlich erhaltene Auflage deutlich darunter liegen.

    Der Panda ist in der Welt der Edelmetall-Münzen ein exotisches Kuriosum: Während die aktuellen Ausgaben mit hohen Auflagen und der Abkehr von der Gewichtseinheit „Unze“ für die meisten Anleger nicht interessant sind, gelten die früheren Panda-Prägungen insbesondere auf dem internationalen Markt als absolute Verkaufsschlager mit Rekordergebnissen bei Auktionen. Wenn die Münzen sich in der Original-Plastikhülle befinden oder von einem professionellen Einstufungsdienstleister wie NGC oder PCGS einer Münzbewertung unterzogen werden, kann der Wert leicht explodieren. Für renditeorientierte Anleger ist der Panda somit ein Geheimtipp, mit dem Kenner stattliche Wertzuwächse erzielen.

    Allerdings sind die seltenen Pandas aus früheren Jahrgängen inzwischen nur noch schwer zu bekommen, weil insbesondere die Sammler aus Asien neu erworbene Stücke im Tresor verschwinden lassen und nie wieder auf den Markt werfen, sondern an folgende Generationen weitergeben. Die Numismatik-Abteilung von pro aurum ist für ihre Kunden stets auf der Suche nach numismatischen Schätzen und kann ständig einzelne Exemplare der Panda-Münzen aus Ankäufen anbieten. Die Experten von pro aurum beraten Anleger mit einer besonderen Leidenschaft für die Numismatik auch bei der passenden Auswahl einer historischen Panda-Münze. Und selbstverständlich sind alle Gold-Pandas bei pro aurum auf Echtheit geprüft – eine unschätzbar wertvolle Sicherheit in einem Sammelgebiet, in dem Fälschungen äußerst weit verbreitet sind.


    Bildrechte: Sebastian Wieschowski – Bullionblog.de

    Unsere China-Panda Münzen

  • Oft kopiert, selten erreicht: So schützen Sie sich vor fiesen Panda-Fälschungen

    Fachkundige Liebhaber von chinesischen Münzen sollten besser keinen genauen Blick auf das werfen, was in Online-Auktionen oder in Kleinanzeigenportalen unter der Bezeichnung „TOP-Rarität“ angeboten wird – es würde sich ihnen ansonsten augenblicklich der Magen umdrehen bei der Vielfalt an schlechten oder extrem schlechten Nachahmungen: Kaum ein Sammelgebiet ist so stark mit gefälschten Münzen durchsetzt wie China. Denn in Asien werden nicht nur besonders schöne Münzen geprägt, sondern auch besonders gut gemachte Fälschungen massenweise produziert und nach Europa verschifft. Spezielle Plattformen sind auch für Kunden aus Deutschland erreichbar, der Versand von China nach Deutschland ist meist sogar gratis und eine Fälschung kostet lediglich ein paar Euro.

    Dieser Trend ist freilich nicht neu – Münzfälschungen gibt es mindestens solange, wie echte Münzen geprägt werden. Doch in den vergangenen Jahren haben die Fälscherfabriken in Fernost ihre Strategie geändert und produzieren nun neben historischen Fälschungen auch Nachahmungen von modernen Edelmetall-Anlagemünzen – und weil die China Panda Münzen zu den beliebtesten Bullionprodukten zählen, werden sie auch besonders häufig zum Opfer von dubiosen Machenschaften. Diese bedauerliche Entwicklung ist inzwischen sogar in der breiten Öffentlichkeit angekommen, bereits 2017 titelte die Süddeutsche Zeitung auf ihrer ersten Seite: „Großes Geschäft mit falschem Gold“.

    Die Numismatik-Experten von pro aurum warnen allerdings vor allzu dramatischer Panikmache – denn die meisten Fälschungen, die derzeit im Umlauf sind, lassen sich mit einfachen Mitteln enttarnen. Während die Ganoven bei historischen Münzen noch leichtes Spiel haben und den abgewetzten Zustand eines Originals leicht durch ihre minderwertigen Prägetechniken nachmachen können, fallen gefälschte Edelmetall-Münzen vergleichsweise leicht auf. Denn moderne Prägestätten wie beispielsweise die Shanghai, Shenyang und Shenzhen Guabao Mint, in denen der China Panda geprägt wird, produzieren auf Weltklasseniveau und ihre Prägetechnik mit faszinierenden Details auf dem Münzbild fungiert als bester Fälschungsschutz.

    Wer seine Pandas nicht bei einem anerkannten Edelmetallhändler wie pro aurum kaufen möchte und die Fälschungserkennung auf eigene Faust sicherstellen will, kann sich anhand einiger Details orientieren, welche die Numismatik-Abteilung von pro aurum an dieser Stelle aufdeckt:

    • Zaungestaltung: Die Vorderseite der Panda-Münzen verrät meist auf einen Blick, ob es sich um eine echte Münze handelt. Die Gestaltung des Himmelstempels wurde in der Vergangenheit öfters geändert, doch oft wird bei der Produktion von Fälschungen ein veralteter Entwurf weiter genutzt. So sind viele Kombinationen aus Vorder- und Rückseite im Umlauf, die es tatsächlich nie gegeben hat. Grundsätzlich gilt:  Von 1983 – 1985 hatte die Begrenzung des Himmelstempels auf dem Münzmotiv 6 Zaunpfosten, von 1987 bis 1991 waren es 5 Zaunpfosten, von 1992 bis 2001 nur noch 4 Zaunpfosten und ab 2002 bis heute wurde der Zaun auf  3 Zaunpfosten verkleinert.
    • Tempelstufen: In der Mitte des Himmelstempels verläuft einen Treppenaufgang. Dieser wurde bis 2002 glatt gestaltet und seitdem befindet sich eine feine Verzierung auf den Stufen. Wer eine Münze vor 2002 mit verzierten Stufen in den Händen hält, sollte nicht kaufen.
    • Jahrgänge: Die Silbermünzen mit China Panda Motiv erschienen erstmals 1983, danach 1984 und 1985 sowie 1987, bis sie ab 1989 in hoher Auflage als Anlageprodukte fortgeführt wurden. Die Jahrgänge 1982, 1986 und 1988 gibt es in Silber in der Standardausführung zu einer Unze nicht, sie werden dennoch von Fälschern angeboten.
    • Außenring: Der Himmelstempel wird von einem Ring umgegeben, der seit dem Jahr 2000 einen matten Hintergrund aufweist. Auch dieses Detail wird auf vielen Fälschungen fehlerhaft umgesetzt, sodass viele Fälschungen vor dem Jahr 2000 ebenfalls einen matten Rand aufweisen.
    • Nennwert: Panda-Münzen sind in juristischer Hinsicht als Zahlungsmittel in China anerkannt und tragen einen Nennwert in „Yuan“. Viele Panda- Fälschungen haben dagegen keine Währungsbezeichnung, während das restliche Motiv nicht verändert wird. So wollen sich die Fälscher in eine rechtliche Grauzone bewegen und dennoch ihre Kunden bewusst täuschen. Lediglich die offiziellen Panda-Medaillen tragen keinen Nennwert

    Generell sollten Anleger aber ihre Pandas möglichst bei seriösen Händlern mit einer ausgewiesenen Expertise im Bereich der Numismatik kaufen – bei pro aurum werden alle Pandas vor dem An- und Verkauf einer ausgiebigen Fälschungsuntersuchung unterzogen, sodass selbst solche Pandas enttarnt werden, welche zwar den korrekten Edelmetallgehalt aufweisen, aber nachgeprägt wurden. Viele Anleger haben durch den unbedachten Kauf von gefälschten Münzen schon tausende Euro oder mehr verloren – mit fairen Preisen und einer fachkundigen Beratung schützt pro aurum seine Kunden optimal vor Investment-Fehlentscheidungen.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • Münzen aus China: Exotische Renditebringer gewinnen auch in Europa an Bedeutung

    Heutzutage zählen chinesische Münzen wie beispielsweise die Panda-Münzen zu den beliebtesten Bullion-Prägungen der Welt: Anleger und Sammler nehmen gern einen kleinen Aufschlag auf den reinen Goldpreis in Kauf, um sich eine numismatische Rarität mit Investment-Perspektive zu sichern. Doch während vor allem jüngere Sammler und Edelmetall-Neulinge jetzt die Welt der chinesischen Münzen entdecken, gibt es eine eingeschworene Fangemeinde, die bereits seit mehreren Jahrzehnten den chinesischen Münzen treu ist.  Denn bereits einige Jahre, nachdem die Volksrepublik China im Jahr 1979 ihr modernes Gedenkmünzenprogramm ins Leben rief, sicherten sich die Chinesen die Unterstützung eines großen deutschen Münzhandelshauses als Vertriebspartner, der neben den Pandas auch diverse andere chinesische Münzenserien nach Deutschland brachte. Viele dieser Sammler der ersten Stunde trennten sich von ihren Schätzen, als zwischen 2008 und 2010 ein massiver Run auf chinesische Münzen in Deutschland zu beobachten war. Seitdem ist die Nachfrage geringfügig zurückgegangen.

    Allerdings erzielen chinesische Münzen weiterhin hohe Preise, wie ein Blick auf die Auktionsergebnisse der letzten Jahre deutlich macht. Häufig sind es Münzen aus China, welche Rekord-Zuschläge bei deutschen Auktionen generieren. Nur ein Beispiel: Eine chinesische Silbermünze aus dem Jahr 1896 erhielt im Jahr 2014 einen Zuschlag, der fast das Zehnfache des geschätzten Wertes ausmachte: 140.000 statt 15.000 Euro erlöste die Dollar-Münze aus der Pei-Yang Provinz. Auffällig ist, dass bei vielen Auktionen auch Chinesen mit Wohnsitz in Deutschland sowie chinesische Käufer mit Standort im Ausland mitbieten, die sich von Bietagenten vertreten lassen. Besonders begehrt sind insbesondere die modernen Gedenkprägungen ab 1979 ohne Qualitätsprobleme, denn insbesondere weiße Flecken („Wolken“) führen zu Preisreduktionen und viele Münzen sind nicht mehr mit dem kompletten Zubehör erhalten – Zertifikat, Originalkapsel sowie Verpackung gehören jedoch zu jedem Spitzenexemplar dazu.

    Nicht zuletzt wegen der hohen Fälschungsgefahr bei chinesischen Panda-Münzen gewinnt das so genannte „Grading“ und die Konservierung durch professionelle Drittanbieter wie „NGC“ oder „PCGS“ an Bedeutung: Während die deutschen Sammler dieser kommerziellen Form der Bewertung von Sammlermünzen noch kritisch gegenüber stehen, sind die Einschätzungen durch professionelle „Grader“ in Asien durchweg anerkannt und führen zu einer Verfielfältigung der Sammlerpreise in Spitzenqualität. Nur ein Beispiel: Der Jahrgang 2004 der China-Panda-Silbermünzen kostet normalerweise zwischen 70 und 100 Euro auf dem deutschen Markt. In der Spitzenbewertung „MS70“, welche einen makellosen Zustand der Münze auch unter fünffacher Vergrößerung dokumentiert und extrem selten vergeben wird, klettert der Wert auf 200 Euro.

    Bei pro aurum nimmt das Sammelgebiet „China“ eine zentrale Position in der Numismatik-Abteilung ein: Als einer der wenigen Edelmetallhändler in Deutschland mit diesem Fokus konnte pro aurum in den vergangenen Monaten fast alle Jahrgänge der beliebten Panda-Münzen in Silber seit 1982 anbieten – die meisten davon sogar in der Original-Hülle, welche zu einem deutlich höheren Sammlerwert führt (Fachleute bezeichnen diesen Zustand als „OMP“ = Original bzw. Official Mint Packaging). Entsprechende Stücke wurden in der Vergagenheit meist nach kurzer Zeit von spezialisierten Händlern aufgekauft und zur kommerziellen Münzbewertung in die USA geschickt, um danach zu einem Vielfachen des ursprünglichen Kaufpreises an wohlhabende Kunden in China weiterverkauft zu werden. Und neben den modernen Panda-Münzen hat pro aurum auch immer wieder seltene Stücke aus der exotischen Münzgeschichte Asiens zu bieten – beispielsweise aus den verschiedenen chinesischen Provinzen um 1900.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • Die Geburtsstunde der China Pandas: So entstand in den achtziger Jahren eine Investment-Legende

    Als die Volksrepublik China im Jahr 1979 auf den weltweiten Sammlermünzenmarkt zurück kehrte, galt dieser Schritt nicht nur als Beitrag zur internationalen Münzenfreundschaft: Das Land brauchte Devisen und einen numismatischen Botschafter für die Märkte in Europa und Amerika. Und die Wahl fiel nach dreijähriger Vorbereitung ausgerechnet auf ein Motiv, welches so ähnlich wohl eher in einem Kinderbuch zu finden wäre: Ein niedliches Bärchen hält einen Bambusast. Tier und Pflanze sind grob gezeichnet, doch der Vater der modernen Pandamünzen setzte sich damit ein Denkmal: Chen Jian durfte nach dem Erfolg seiner ersten Panda-Münzen im Jahr 1982 eine ganze Reihe weiterer Panda-Motive gestalten.

    Nach dem Vorbild der südafrikanischen Krügerrand-Münzen hatten die ersten Panda-Goldstücke ebenfalls keinen Nennwert – diese Entscheidung sorgte für reichlich Irritation, doch der erste Jahrgang war trotzdem ein voller Erfolg: Die Münzen wurden schnell zu einem Vielfachen des damaligen Goldwertes von 300 US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Und bereits damals trafen beim Panda-Kauf sowohl klassische Münzensammler mit einem Interesse für niedrige Auflagen und detailverliebte Tiermotive auf der einen und Investoren mit einem knallharten Fokus auf Wertsteigerung auf der anderen Seite aufeinander. Und die China Mint stellte beide Gruppen zufrieden: Seit 1983 erscheinen die Panda-Münzen mit wechselnden Motiven, was dazu führte, dass viele Investoren, die von der gleichbleibenden Gestaltung des Krügerrand gelangweilt waren, das Lager wechselten.

    Mit dem Gold-Panda gelang China ein fulminantes Comeback auf die numismatische Weltbühne – doch auch in den achtziger Jahren war nicht Gold das Maß aller Dinge in der Welt der Sammlermünzen, sondern das weitaus günstigere Silber. Also legte die China Mint im Jahr 1983 mit einem weiteren Panda-Produkt nach: Erstmals kam ein Panda in Silber auf den Markt. Die geringe Auflage von nur 10.000 Stück sowie ein Gewicht von nur 27 Gramm machte jedoch deutlich, dass der Panda in Silber nicht in erster Linie als Investment-Produkt entwickelt wurde. Doch die Nachfrage der Sammler reichte aus, um aus dem ersten Silber-Panda ebenfalls einen Bestseller zu machen.

    Seitdem wurde die Produktpalette der Pandamünzen schrittweise ausgebaut – und es wurde auch an die Superreichen unter den Sammlern gedacht, denn diese gab es bereits vor über 30 Jahren in China: 1984 kam erstmals eine Goldmünze zu 12 Unzen auf den Markt, Es folgten Silbermünzen mit Gewichtseinheiten zu 5 und 12 Unzen. Und spätestens im Jahr 1989 war der China Panda in der ersten Liga der Anlegermünzen angekommen, als erstmals die Silber-Unzen in sechsstelliger Auflage für einen breiten Investment-Markt geprägt wurden. Die Auflage wurde kontinuierlich erhöht, sodass die drei chinesischen Prägestätten künftig noch enger zusammenarbeiten mussten, um die Nachfrage zu bedienen. Die Folge: Seit 1990 wurden die Prägungen aus Shanghai und Shenyang mit unterschiedlichen Schriftgestaltungen der Jahreszahl versehen, die Unterscheidung wird in Sammlerkreisen als “Large Date“ und „Small Date“ bezeichnet. Diese Unterscheidung wurde bis zum Jahr 1999 aufrechterhalten, seitdem lässt sich die Herkunft der Münzen nicht mehr zweifelsfrei nachvollziehen.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • China Panda: Bullionmünzen mit Seltenheitswert

    Die Vorstellung des Panda-Motivs für das Jahr 2018 wurde auf der Münzenmesse in Peking im November 2017 zu einer Mega-Show auf Hollywood-Niveau: Mit grellen Lichtblitzen, mystischem Rauch und Science-Fiction-Klängen wurde das Motiv enthüllt – und mit ihm ein seltener Einblick in die Weltklasse-Prägetechnik der Chinesen: Spezielle Laser sorgen für die dreidimensionale Optik des Fells, feinste Sandstrahlen erschaffen die realistische Struktur, auf der sogar einzelne Haare erkennbar werden. Die glänzenden Flächen der Münze erinnern an die feinste Prägequalität „Polierte Platte“ – auch ohne die bombastische Show auf der Münzenmesse wäre der China Panda ein Hingucker für jeden Numismatiker.
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