• Entdecken Sie zum Welttag der Schlange die faszinierende Welt der Lunar-Münzen

    Für die einen ist sie ein faszinierendes Geschöpf, welches sich unauffällig und blitzschnell fortbewegt – und andere werden beim Anblick von der blanken Angst erfasst: An der Schlange scheiden sich seit tausenden Jahren die Geister, sie taucht in der Bibel als Verführerin auf, windet sich um den Stab des Asklepios als Symbol aller Heilberufe und ist in den unterschiedlichen Kulturen der Welt mit verschiedenen Eigenschaften belegt – mal gilt sie als Verkörperung des Teufels (Bibel), mal ist sie heilig (Griechenland). Ob man sie nun mag oder nicht – am 16.07.2018 wird das Tier am „Welttag der Schlange“ gewürdigt.

    Die Schlange ist auch in der Welt der Münzen und Edelmetalle ein gern gesehenes Motiv: Sie zählt zum Kreis der zwölf Tiere, die Bestandteil des chinesischen Mondkalenders sind. Und dieses Motiv ist bei Prägestätten in aller Welt äußerst beliebt – besonders bekannt sind die „Lunar“-Serien aus Australien sowie Großbritannien.

    Die Perth Mint hat im Jahr 1996 erstmals eine Lunar-Münzen-Serie in Gold aufgelegt und 1999 das Portfolio um Silber-Lunare ergänzt. Seit 2008 erscheint nach dem Abschluss des Mondzyklus eine zweite Edelmetall-Serie, welche die Lunar-Tiere zeigt und im Jahr 2020 abgeschlossen wird. Die britische Royal Mint knüpft seit 2014 mit ihrer „Lunar UK“-Serie an den Erfolg des australischen Pendants an, die britischen Lunare sind in Gold und Silber erhältlich.

    Wer bislang die australischen Lunar-Münzen akribisch gesammelt hat, besitzt gleich mehrere Schlangen in Gold und Silber: Im Jahr 2001, also fünf Jahre nach dem Beginn der Serie 1996 mit der Maus, erschien erstmals die Schlange auf den Goldmünzen aus Australien mit einer extrem geringen Auflage von nur 30.000 Stück. Die als „Lunar I“-Serie bekannte Prägereihe wurde im Jahr 2007 mit dem Schwein abgeschlossen.

    Auch in Silber gibt es eine Schlange aus dem Jahrgang 2011 mit einer äußerst niedrigen Auflage von nur 71.301 Stück, hier ist allerdings eine Besonderheit auffällig: Da die Silber-Lunare erst seit 1999 mit dem Hasen als erstem Motiv ausgegegeben wurden, mussten die „fehlenden“ Tiere, also die Maus, der Ochse und der Tiger, im Jahr 2007 nachgeschoben werden.

    Seit 2008 wird die Lunar-Serie dann in Gold und Silber parallel neu aufgelegt, die Motivgestaltung unterscheidet sich jedoch zwischen beiden Metallen. Und so gab es im Jahr 2013 ein Wiedersehen mit der Schlange, diesmal mit einer Auflage von 300.000 Stück in Silber und 30.000 Stück in Gold.

    Die australischen Lunar-Münzen haben sich in den vergangenen Jahren zu gesuchten Sammlerstücken entwickelt, insbesondere die Münzen mit der Schlange sind bei Sammlern und Anlegern äußerst beliebt – es ist zu vermuten, dass nicht zuletzt die Vorliebe für bestimmte Tierarten dazu führt, dass einzelne Motive der Lunar-Serie besonders stark nachgefragt werden wie beispielsweise aktuell der Jahrgang 2018 mit dem „liebsten Freund des Deutschen“, dem Hund. Und auch die niedrigen Auflagen sorgen für Interesse: Die Silber-Lunare der ersten Serie wurden mit geringen Auflagen zwischen knapp 50.000 und 105.000 Stück geprägt, in Gold liegen die Prägezahlen zwischen rund 13.000 und 30.000 Stück. Und weil die Nachfrage nach den asiatischen Motiven vor allem aus Fernost stark zugenommen hat, sind auch die Sammlerpreise zuletzt sprunghaft angestiegen.

    Neben der Lunar-Serie aus Australien gibt es noch diverse andere Lunare – und weil die einzelnen Serien in verschiedenen Jahren gestartet wurden, dürfen sich Schlangenfreunde in den nächsten Jahren auf so manche Edelmetall-Münze mit einem Schlangenmotiv freuen. Viel Geduld brauchen Sammler der Lunar-Serie aus Großbritannien – hier wird die Schlange erst im Jahr 2025 zu sehen sein und die Serie abschließen.

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    Bildrechte: Perth Mint

  • Oft kopiert, selten erreicht: So schützen Sie sich vor fiesen Panda-Fälschungen

    Fachkundige Liebhaber von chinesischen Münzen sollten besser keinen genauen Blick auf das werfen, was in Online-Auktionen oder in Kleinanzeigenportalen unter der Bezeichnung „TOP-Rarität“ angeboten wird – es würde sich ihnen ansonsten augenblicklich der Magen umdrehen bei der Vielfalt an schlechten oder extrem schlechten Nachahmungen: Kaum ein Sammelgebiet ist so stark mit gefälschten Münzen durchsetzt wie China. Denn in Asien werden nicht nur besonders schöne Münzen geprägt, sondern auch besonders gut gemachte Fälschungen massenweise produziert und nach Europa verschifft. Spezielle Plattformen sind auch für Kunden aus Deutschland erreichbar, der Versand von China nach Deutschland ist meist sogar gratis und eine Fälschung kostet lediglich ein paar Euro.

    Dieser Trend ist freilich nicht neu – Münzfälschungen gibt es mindestens solange, wie echte Münzen geprägt werden. Doch in den vergangenen Jahren haben die Fälscherfabriken in Fernost ihre Strategie geändert und produzieren nun neben historischen Fälschungen auch Nachahmungen von modernen Edelmetall-Anlagemünzen – und weil die China Panda Münzen zu den beliebtesten Bullionprodukten zählen, werden sie auch besonders häufig zum Opfer von dubiosen Machenschaften. Diese bedauerliche Entwicklung ist inzwischen sogar in der breiten Öffentlichkeit angekommen, bereits 2017 titelte die Süddeutsche Zeitung auf ihrer ersten Seite: „Großes Geschäft mit falschem Gold“.

    Die Numismatik-Experten von pro aurum warnen allerdings vor allzu dramatischer Panikmache – denn die meisten Fälschungen, die derzeit im Umlauf sind, lassen sich mit einfachen Mitteln enttarnen. Während die Ganoven bei historischen Münzen noch leichtes Spiel haben und den abgewetzten Zustand eines Originals leicht durch ihre minderwertigen Prägetechniken nachmachen können, fallen gefälschte Edelmetall-Münzen vergleichsweise leicht auf. Denn moderne Prägestätten wie beispielsweise die Shanghai, Shenyang und Shenzhen Guabao Mint, in denen der China Panda geprägt wird, produzieren auf Weltklasseniveau und ihre Prägetechnik mit faszinierenden Details auf dem Münzbild fungiert als bester Fälschungsschutz.

    Wer seine Pandas nicht bei einem anerkannten Edelmetallhändler wie pro aurum kaufen möchte und die Fälschungserkennung auf eigene Faust sicherstellen will, kann sich anhand einiger Details orientieren, welche die Numismatik-Abteilung von pro aurum an dieser Stelle aufdeckt:

    • Zaungestaltung: Die Vorderseite der Panda-Münzen verrät meist auf einen Blick, ob es sich um eine echte Münze handelt. Die Gestaltung des Himmelstempels wurde in der Vergangenheit öfters geändert, doch oft wird bei der Produktion von Fälschungen ein veralteter Entwurf weiter genutzt. So sind viele Kombinationen aus Vorder- und Rückseite im Umlauf, die es tatsächlich nie gegeben hat. Grundsätzlich gilt:  Von 1983 – 1985 hatte die Begrenzung des Himmelstempels auf dem Münzmotiv 6 Zaunpfosten, von 1987 bis 1991 waren es 5 Zaunpfosten, von 1992 bis 2001 nur noch 4 Zaunpfosten und ab 2002 bis heute wurde der Zaun auf  3 Zaunpfosten verkleinert.
    • Tempelstufen: In der Mitte des Himmelstempels verläuft einen Treppenaufgang. Dieser wurde bis 2002 glatt gestaltet und seitdem befindet sich eine feine Verzierung auf den Stufen. Wer eine Münze vor 2002 mit verzierten Stufen in den Händen hält, sollte nicht kaufen.
    • Jahrgänge: Die Silbermünzen mit China Panda Motiv erschienen erstmals 1983, danach 1984 und 1985 sowie 1987, bis sie ab 1989 in hoher Auflage als Anlageprodukte fortgeführt wurden. Die Jahrgänge 1982, 1986 und 1988 gibt es in Silber in der Standardausführung zu einer Unze nicht, sie werden dennoch von Fälschern angeboten.
    • Außenring: Der Himmelstempel wird von einem Ring umgegeben, der seit dem Jahr 2000 einen matten Hintergrund aufweist. Auch dieses Detail wird auf vielen Fälschungen fehlerhaft umgesetzt, sodass viele Fälschungen vor dem Jahr 2000 ebenfalls einen matten Rand aufweisen.
    • Nennwert: Panda-Münzen sind in juristischer Hinsicht als Zahlungsmittel in China anerkannt und tragen einen Nennwert in „Yuan“. Viele Panda- Fälschungen haben dagegen keine Währungsbezeichnung, während das restliche Motiv nicht verändert wird. So wollen sich die Fälscher in eine rechtliche Grauzone bewegen und dennoch ihre Kunden bewusst täuschen. Lediglich die offiziellen Panda-Medaillen tragen keinen Nennwert

    Generell sollten Anleger aber ihre Pandas möglichst bei seriösen Händlern mit einer ausgewiesenen Expertise im Bereich der Numismatik kaufen – bei pro aurum werden alle Pandas vor dem An- und Verkauf einer ausgiebigen Fälschungsuntersuchung unterzogen, sodass selbst solche Pandas enttarnt werden, welche zwar den korrekten Edelmetallgehalt aufweisen, aber nachgeprägt wurden. Viele Anleger haben durch den unbedachten Kauf von gefälschten Münzen schon tausende Euro oder mehr verloren – mit fairen Preisen und einer fachkundigen Beratung schützt pro aurum seine Kunden optimal vor Investment-Fehlentscheidungen.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • Münzen aus China: Exotische Renditebringer gewinnen auch in Europa an Bedeutung

    Heutzutage zählen chinesische Münzen wie beispielsweise die Panda-Münzen zu den beliebtesten Bullion-Prägungen der Welt: Anleger und Sammler nehmen gern einen kleinen Aufschlag auf den reinen Goldpreis in Kauf, um sich eine numismatische Rarität mit Investment-Perspektive zu sichern. Doch während vor allem jüngere Sammler und Edelmetall-Neulinge jetzt die Welt der chinesischen Münzen entdecken, gibt es eine eingeschworene Fangemeinde, die bereits seit mehreren Jahrzehnten den chinesischen Münzen treu ist.  Denn bereits einige Jahre, nachdem die Volksrepublik China im Jahr 1979 ihr modernes Gedenkmünzenprogramm ins Leben rief, sicherten sich die Chinesen die Unterstützung eines großen deutschen Münzhandelshauses als Vertriebspartner, der neben den Pandas auch diverse andere chinesische Münzenserien nach Deutschland brachte. Viele dieser Sammler der ersten Stunde trennten sich von ihren Schätzen, als zwischen 2008 und 2010 ein massiver Run auf chinesische Münzen in Deutschland zu beobachten war. Seitdem ist die Nachfrage geringfügig zurückgegangen.

    Allerdings erzielen chinesische Münzen weiterhin hohe Preise, wie ein Blick auf die Auktionsergebnisse der letzten Jahre deutlich macht. Häufig sind es Münzen aus China, welche Rekord-Zuschläge bei deutschen Auktionen generieren. Nur ein Beispiel: Eine chinesische Silbermünze aus dem Jahr 1896 erhielt im Jahr 2014 einen Zuschlag, der fast das Zehnfache des geschätzten Wertes ausmachte: 140.000 statt 15.000 Euro erlöste die Dollar-Münze aus der Pei-Yang Provinz. Auffällig ist, dass bei vielen Auktionen auch Chinesen mit Wohnsitz in Deutschland sowie chinesische Käufer mit Standort im Ausland mitbieten, die sich von Bietagenten vertreten lassen. Besonders begehrt sind insbesondere die modernen Gedenkprägungen ab 1979 ohne Qualitätsprobleme, denn insbesondere weiße Flecken („Wolken“) führen zu Preisreduktionen und viele Münzen sind nicht mehr mit dem kompletten Zubehör erhalten – Zertifikat, Originalkapsel sowie Verpackung gehören jedoch zu jedem Spitzenexemplar dazu.

    Nicht zuletzt wegen der hohen Fälschungsgefahr bei chinesischen Panda-Münzen gewinnt das so genannte „Grading“ und die Konservierung durch professionelle Drittanbieter wie „NGC“ oder „PCGS“ an Bedeutung: Während die deutschen Sammler dieser kommerziellen Form der Bewertung von Sammlermünzen noch kritisch gegenüber stehen, sind die Einschätzungen durch professionelle „Grader“ in Asien durchweg anerkannt und führen zu einer Verfielfältigung der Sammlerpreise in Spitzenqualität. Nur ein Beispiel: Der Jahrgang 2004 der China-Panda-Silbermünzen kostet normalerweise zwischen 70 und 100 Euro auf dem deutschen Markt. In der Spitzenbewertung „MS70“, welche einen makellosen Zustand der Münze auch unter fünffacher Vergrößerung dokumentiert und extrem selten vergeben wird, klettert der Wert auf 200 Euro.

    Bei pro aurum nimmt das Sammelgebiet „China“ eine zentrale Position in der Numismatik-Abteilung ein: Als einer der wenigen Edelmetallhändler in Deutschland mit diesem Fokus konnte pro aurum in den vergangenen Monaten fast alle Jahrgänge der beliebten Panda-Münzen in Silber seit 1982 anbieten – die meisten davon sogar in der Original-Hülle, welche zu einem deutlich höheren Sammlerwert führt (Fachleute bezeichnen diesen Zustand als „OMP“ = Original bzw. Official Mint Packaging). Entsprechende Stücke wurden in der Vergagenheit meist nach kurzer Zeit von spezialisierten Händlern aufgekauft und zur kommerziellen Münzbewertung in die USA geschickt, um danach zu einem Vielfachen des ursprünglichen Kaufpreises an wohlhabende Kunden in China weiterverkauft zu werden. Und neben den modernen Panda-Münzen hat pro aurum auch immer wieder seltene Stücke aus der exotischen Münzgeschichte Asiens zu bieten – beispielsweise aus den verschiedenen chinesischen Provinzen um 1900.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • Die Geburtsstunde der China Pandas: So entstand in den achtziger Jahren eine Investment-Legende

    Als die Volksrepublik China im Jahr 1979 auf den weltweiten Sammlermünzenmarkt zurück kehrte, galt dieser Schritt nicht nur als Beitrag zur internationalen Münzenfreundschaft: Das Land brauchte Devisen und einen numismatischen Botschafter für die Märkte in Europa und Amerika. Und die Wahl fiel nach dreijähriger Vorbereitung ausgerechnet auf ein Motiv, welches so ähnlich wohl eher in einem Kinderbuch zu finden wäre: Ein niedliches Bärchen hält einen Bambusast. Tier und Pflanze sind grob gezeichnet, doch der Vater der modernen Pandamünzen setzte sich damit ein Denkmal: Chen Jian durfte nach dem Erfolg seiner ersten Panda-Münzen im Jahr 1982 eine ganze Reihe weiterer Panda-Motive gestalten.

    Nach dem Vorbild der südafrikanischen Krügerrand-Münzen hatten die ersten Panda-Goldstücke ebenfalls keinen Nennwert – diese Entscheidung sorgte für reichlich Irritation, doch der erste Jahrgang war trotzdem ein voller Erfolg: Die Münzen wurden schnell zu einem Vielfachen des damaligen Goldwertes von 300 US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Und bereits damals trafen beim Panda-Kauf sowohl klassische Münzensammler mit einem Interesse für niedrige Auflagen und detailverliebte Tiermotive auf der einen und Investoren mit einem knallharten Fokus auf Wertsteigerung auf der anderen Seite aufeinander. Und die China Mint stellte beide Gruppen zufrieden: Seit 1983 erscheinen die Panda-Münzen mit wechselnden Motiven, was dazu führte, dass viele Investoren, die von der gleichbleibenden Gestaltung des Krügerrand gelangweilt waren, das Lager wechselten.

    Mit dem Gold-Panda gelang China ein fulminantes Comeback auf die numismatische Weltbühne – doch auch in den achtziger Jahren war nicht Gold das Maß aller Dinge in der Welt der Sammlermünzen, sondern das weitaus günstigere Silber. Also legte die China Mint im Jahr 1983 mit einem weiteren Panda-Produkt nach: Erstmals kam ein Panda in Silber auf den Markt. Die geringe Auflage von nur 10.000 Stück sowie ein Gewicht von nur 27 Gramm machte jedoch deutlich, dass der Panda in Silber nicht in erster Linie als Investment-Produkt entwickelt wurde. Doch die Nachfrage der Sammler reichte aus, um aus dem ersten Silber-Panda ebenfalls einen Bestseller zu machen.

    Seitdem wurde die Produktpalette der Pandamünzen schrittweise ausgebaut – und es wurde auch an die Superreichen unter den Sammlern gedacht, denn diese gab es bereits vor über 30 Jahren in China: 1984 kam erstmals eine Goldmünze zu 12 Unzen auf den Markt, Es folgten Silbermünzen mit Gewichtseinheiten zu 5 und 12 Unzen. Und spätestens im Jahr 1989 war der China Panda in der ersten Liga der Anlegermünzen angekommen, als erstmals die Silber-Unzen in sechsstelliger Auflage für einen breiten Investment-Markt geprägt wurden. Die Auflage wurde kontinuierlich erhöht, sodass die drei chinesischen Prägestätten künftig noch enger zusammenarbeiten mussten, um die Nachfrage zu bedienen. Die Folge: Seit 1990 wurden die Prägungen aus Shanghai und Shenyang mit unterschiedlichen Schriftgestaltungen der Jahreszahl versehen, die Unterscheidung wird in Sammlerkreisen als “Large Date“ und „Small Date“ bezeichnet. Diese Unterscheidung wurde bis zum Jahr 1999 aufrechterhalten, seitdem lässt sich die Herkunft der Münzen nicht mehr zweifelsfrei nachvollziehen.

    Auszüge unserer Panda-Münzen

  • Lunar-Münzen aus Australien: Moderne Raritäten mit massivem Wertzuwachs

    Die Perth Mint aus Australien ist vor allem wegen ihrer beiden numismatischen Botschafter, dem Kookaburra und dem Koala, in der Welt der Edelmetalle beliebt. Allerdings hat die australische Münzprägestätte eine weitaus wertvollere Serie im Angebot, deren Tiere mit Australien auf den ersten Blick nichts zu tun haben: Hahn, Hund und Ziege liegen in einer kompletten Sammlung neben Ochse, Maus und Schlange. Die detailverliebt gestalteten Tieren sind genauso faszinierend wie die Geschichte hinter den Motiven: Die „Lunar“-Serie hat sich zu einem absoluten Bestseller für Sammler und Anleger entwickelt.

    Erstmals brachte die Perth Mint im Jahr 1996 einen Vertreter des chinesischen Mondkalenders auf eine Goldmünze: Die Maus begründete eine Anlagemünzenserie in Gold, die im Jahr 2007 mit dem Schwein abgeschlossen wurde. Wegen des großen Erfolges ergänzte die Perth Mint im Jahr 1999 ihr Produktportfolio um eine Lunar-Münze in Silber, diese Serie wurde ebenfalls im Jahr 2007 abgeschlossen. Und weil sich die „Lunare“ in der Zwischenzeit zu begehrten Sammlerstücken entwickelt hatten, legte die Perth Mint im Jahr nach und brachte eine weitere Lunar-Serie auf den Markt: Für die „Lunar II“-Serie wurde nicht nur die Gestaltung der Tiermotive überarbeitet, sondern auch die Abmessung der Münzen: Die Goldmünze hat nun einen Durchmesser von 39,3 mm (vorher 32,10 mm) und die Silbermünze ist mit 45,10 mm ebenfalls deutlich breiter geworden (vorher 40,60 mm breit).

    Obwohl die Lunar-Münzen aus Australien eigentlich als Anlageprodukte entwickelt wurden, zählen sie inzwischen zu den wichtigsten numismatischen Raritäten aus Gold. Neben dem reinen Edelmetallgehalt spricht insbesondere die Auflage für die „Lunare“: Weil die Münzen der ersten Lunar-Serie je nach dem aktuellen Bedarf am Edelmetallmarkt geprägt wurden und Gold sowie Silber um die Jahrtausendwende von einem Masseninvestment noch weit entfernt waren, liegen die Prägezahlen sowohl in Gold als auch in Silber auf äußerst geringen Niveaus: Maximal 30.000 Stück wurden pro Jahr in Gold geprägt, der Jahrgang 1997 ist mit nur 13.709 Stück die seltenste Ausgabe in Gold. In Silber pendeln die Auflagezahlen zwischen rund 50.000 und 120.000 Stück.

    Für den heutigen Sammlermarkt, auf dem sich immer mehr wohlhabende Asiaten mit Interesse an Motiven aus ihrer heimischen Kultur tummeln, sind diese Mengen viel zu gering. Die Folge der massiven Nachfrage nach Lunar-Münzen aus Asien: Die Lunar-Serie hat in den vergangenen Jahren eine Wert-Explosion erfahren, welche ihresgleichen in der Welt der Edelmetalle sucht. Und auch die Nachfolgeserie „Lunar II“ hat trotz einer Auflagenerhöhung auf 300.000 Exemplare in Silber sowie 30.000 Stück in Gold für die Ein-Unzen-Standardvariante in den letzten Jahren zuverlässig Wertzuwächse jenseits des reinen Metallpreises erzielt. Weil kaum ein Sammler seine Lunare wieder hergibt, ist es für Lunar-Neulinge fast unmöglich, alle fehlenden Motive nachträglich zu sammeln – eine seltene Gelegenheit zum Nachkauf bietet pro aurum seinen Kunden im Numismatik-Webshop: Hier haben die Experten von pro aurum einzelne Stücke aus vergangenen Jahrgängen aufgetrieben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese seltenen Schätze schon bald wieder ausverkauft sein dürften.

    Der Mondkalender ist insbesondere im asiatischen Raum weit verbreitet und wird von Legenden und Mythen umgeben. So soll Buddha zum Neujahrsfest alle Tiere eingeladen und ein Rennen veranstaltet haben. Der Preis: Die ersten zwölf Tiere sollten in der Reihe ihres Eintreffens am Ziel in den chinesischen Kalender aufgenommen werden – und die Ratte (oft auch als Maus dargestellt) entschied das Rennen für sich.

    Die Lunar-Serie aus Australien ist für Sammler und Anleger wegen vieler Details spannend: So warten beispielsweise die letzten Ausgaben der ersten Lunar-Serie in Silber mit einer numismatischen Besonderheit auf: Weil die Silbermünzenserie nicht (wie traditionell üblich) mit der Maus begonnen wurde und im Jahr 2007 noch Maus, Ochse und Tiger fehlten, wurden diese drei Tiere auf Silberprägungen mit der Jahreszahl 2007 gebracht – und zusätzlich wurde das kalendarisch korrekte Jahr neben das Tier auf die Bildseite der Münze geprägt. Somit haben diese Münzen streng genommen zwei Jahreszahlen. Spezialisierte Sammler jagen zudem neben den Münzen zu einer Unze die diversen Stückelungen zwischen 1/20 Unze und 10 Kilogramm, welche größtenteils mit extrem geringen Auflagen geprägt wurden. Nur ein Beispiel: Von der Zwei-Unzen-Goldmünze der Lunar II Serie aus dem Jahr 2008 wurden nur 628 Stück geprägt. Hier warten Renditechancen, die es sonst wohl kaum bei modernen Anlagemünzen gibt.

  • Lateinische Münzunion: Historische Goldmünzen als Alternative zu modernen Bullion-Prägungen

    Lange vor der Einführung des Euro haben die Mächtigen in Europa versucht, durch gemeinsame Münzgrößen und -gewichte einen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu etablieren – doch die „Lateinische Münzunion“, die 1865 zwischen Frankreich, Belgien, Italien und der Schweiz bestand, blieb in der Rückschau eine historische Randnotiz. Denn Länder wie Griechenland, die der Union später beitraten, brachten neben den im Umlauf befindlichen Goldmünzen auch Banknoten mit gleichlautenden Nennwerten in Umlauf und hebelten das Stabilitätsversprechen, welches der Goldgehalt der Münzen beinhalte, kurzerhand aus. Continue reading

  • Deutsches Kaiserreich: Ein faszinierendes Sammelgebiet für Einsteiger und Profis

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Das fragen sich offenbar auch viele Münzensammler in Deutschland. Denn ein Blick auf die großen Münzenmessen in Berlin und München macht deutlich: Deutsche Münzen sind weiterhin das Sammelgebiet Nummer Eins hierzulande. Keine Frage – die Numismatik ist eine vorzügliche Gelegenheit, die Welt zu entdecken. Doch das Herzstück der meisten Kollektionen in Deutschland besteht aus Münzen aus den vergangenen historischen Epochen der deutschen Geschichte. Besonders beliebt: Die Münzen des Deutschen Kaiserreichs. Continue reading

  • China Panda: Bullionmünzen mit Seltenheitswert

    Die Vorstellung des Panda-Motivs für das Jahr 2018 wurde auf der Münzenmesse in Peking im November 2017 zu einer Mega-Show auf Hollywood-Niveau: Mit grellen Lichtblitzen, mystischem Rauch und Science-Fiction-Klängen wurde das Motiv enthüllt – und mit ihm ein seltener Einblick in die Weltklasse-Prägetechnik der Chinesen: Spezielle Laser sorgen für die dreidimensionale Optik des Fells, feinste Sandstrahlen erschaffen die realistische Struktur, auf der sogar einzelne Haare erkennbar werden. Die glänzenden Flächen der Münze erinnern an die feinste Prägequalität „Polierte Platte“ – auch ohne die bombastische Show auf der Münzenmesse wäre der China Panda ein Hingucker für jeden Numismatiker.
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